HERZLICH WILLKOMMEN

"Wir achten auf die gemeinsamen Regeln, sodass wir und unsere Familien auch weiterhin gesund bleiben."
Die ELgym-Gemeinschaft

Fantasie gefragt

Gerade in Zeiten wie diesen lenken wir uns gerne ab, indem wir etwas spielen, mit netten Menschen telefonieren, ein gutes Buch oder eine gute Geschichte lesen. Damit auch ihr/Sie nicht nur an unser derzeitiges Hauptthema denken, haben wir hier Spannendes, Interessantes und auch Berührendes für euch/Sie…

 

Bobi allein zuhause 😀

An einem kalten, windigen Sonntagabend gingen meine Eltern, wie jeden Sonntag, essen. Ich hasste den Abend, denn an solchen Abenden musste ich immer alleine zu Hause bleiben und ich hatte sehr viel Angst vor dem Dunkeln. Leider durfte ich nie mitkommen, denn es war ein Abend, an dem sie sich Zeit für sich selbst nahmen.

Also machten sie sich auf den Weg und ich blieb alleine. Ich setzte mich vor den Fernseher, um Kinderfilme zu schauen. Nach mehreren Stunden wurde es spät und es gab keine Kinderfilme mehr. Ich stand auf und schaute, womit ich mir die Zeit vertreiben konnte. In der Ecke lag ein Strategiespiel, welches ich eine Weile lang spielte. Plötzlich hörte ich ein Geräusch von oben. Mir lief es eiskalt über den Rücken. Von der Angst gepackt ging ich zu der Treppe. Meine Knie zitterten. Ich ging die ersten Stufen hinauf. Auf einmal hörte ich ein Klirren vom oberen Stockwerk. Ich lief schnell zurück ins Wohnzimmer und versteckte mich hinter dem Sofa. So verging einige Zeit, ohne dass ich etwas hörte. Da ich müde war, ging ich vorsichtig zu den Treppen und traute mich nach oben. Als ich im oberen Stockwerk war, erblickte ich eine Blutlacke. Wie gruselig! Nun bekam ich Gänsehaut. Leise schlich ich den Gang entlang und als ich am Ende ankam, war im Zimmer meiner Mutter eine weitere Blutlacke. Daneben lagen die Scherben der Vase, die meine Mutter am liebsten hatte. Ich konnte es nicht fassen! Die Vase meiner Mutter war kaputt. Und dann kam ein Geräusch aus dem Zimmer nebenan, welches meinem Vater gehörte. Leise lugte ich um die Ecke und war erstaunt, was ich da sah. Die Katze meiner Nachbarn sprang gerade aus dem Fenster!

Sie hatte sich geschnitten, weswegen sie Blut verloren hatte. Erleichtert lief ich zurück ins Zimmer meiner Mutter, nahm den Kleber, der am Nachtkasten stand, und probierte die Vase zu kleben, sodass keiner merken würde, was in dieser Nacht geschehen war. Doch ich hatte etwas Wichtiges vergessen. Etwas sehr Wichtiges. Ich hatte die Zeit vergessen. Meine Eltern kamen nach Hause. Ich hatte nicht gedacht, dass sie nur so kurz fort wären. Als ich auf die Uhr schaute, sah ich aber, dass nicht sie so früh kamen, sondern ich so spät noch wach war.

Schnell lief ich hinunter und erzählte meiner Mutter, was vorgefallen war. Sie ging mit mir hinauf und räumte die Scherben weg. Am nächsten Tag ging sie zur Nachbarin und erzählte ihr, was geschehen war. Alles wurde geklärt. Die Nachbarin entschuldigte sich bei uns und kaufte eine neue Vase. Sie half auch beim Aufräumen. Ihre Katze wurde wieder gesund.

ENDE!!!

 

Neues Ende vom Märchen
„Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern“ von Hans Christian Andersen schreiben…

BEGINN ORIGINAL

Es war ganz grausam kalt; es schneite und es begann, dunkler Abend zu werden; es war auch der letzte Abend im Jahre, Silvesterabend. In dieser Kälte und in diesem Dunkel ging auf der Straße ein kleines, armes Mädchen mit bloßem Kopf und nackten Füßen. Ja, sie hatte freilich Pantoffel angehabt, als sie von zu Hause wegging, aber was konnte das helfen! Es waren sehr große Pantoffeln, ihre Mutter hatte sie zuletzt benützt, so groß waren sie, und die verlor die Kleine, als sie über die Straße eilte, weil zwei Wagen so schrecklich schnell vorbeifuhren. Der eine Pantoffel war nicht zu finden, und mit dem anderen lief ein Junge davon …

NEUES ENDE

Nun hatte das arme Mädchen nur noch sich selbst und eine Handvoll Schwefelhölzchen. Es war immer noch stürmisch und kalt.
Alle Lichter in den Häusern brannten noch, schließlich war es Silvester.
Aber die Schwefelhölzchen brannten der Reihe nach ab ohne Wärme abzugeben. Ihr blieben nur noch wenige übrig.
Von Sorgen und Kälte geplagt, kauerte sich das junge Mädchen in eine Ecke zwischen ein paar Häusern.

Da kam eine Katze auf sie zu. Das Tier zeigte dem Mädchen gegenüber keine Scheu. Es sprang vor dem armen Kind umher, so, als wollte die Katze auf etwas aufmerksam machen.
Die Waise spürte innerlich, dass sie der Katze folgen sollte. Aber wie sollte ein Tier ihr helfen können?
Dann aber entschied sie sich doch dazu, der seltsamen Katze zu vertrauen.

Die Streunerkatze führte das Mädchen zu einem alten Hof. Ab hier verließ das Tier die Waise wieder und trappelte davon.
Das Wohnhaus wirkte so, als wäre es unbewohnt, aber weit gefehlt: Darin hauste eine alte Frau, der es gut zu gehen schien.
Das Mädchen ging unsicher und ängstlich auf die Haustür zu. Mit klopfendem Herzen pochte sie sachte an die Tür.
Es dauerte eine Weile, aber schließlich machte jemand auf. Es war die alte Frau.
Die junge Waise blickte ängstlich zu ihr. Es dauerte einen kurzen Moment bis sie sich zu sprechen traute: "Gute Frau, hätten Sie für mich heute Nacht eine trockene Ecke übrig? Ich will es Ihnen von Herzen danken und mich auch nützlich machen für Ihre gute Tat." "Du armes Kind, wo sind denn deine Eltern?", fragte die Alte etwas bestürzt. "Ich habe keine mehr", erwiderte das Mädchen. Die Frau betrachtete sie noch einen Moment, bevor sie die Tür ganz öffnete und sie einließ. Das Mädchen durfte für diese Nacht neben dem Ofen schlafen.

Am nächsten Morgen machte die Alte ihr einen Vorschlag.
"Du kannst den Winter lang hier bleiben, wenn du mir fleißig zur Hand gehst. Du melkst mir meine Kuh, du fütterst mir die Hühner, du mistest aus, hilfst mir beim Spinnen und besserst die Hemden aus."
"Liebe Frau, das will ich von Herzen gerne tun!", rief das Mädchen heilfroh und küsste der Alten die Hände.
Sie lernte, eine Kuh zu melken, wie man Wolle richtig spann und flickte mit geschickten Fingern die Löcher in Gewandstücken.
Stets zeigte sie sich dankbar und lernwillig.

Der Winter verging, der Frühling zeigte sich schon mit den ersten Blumenboten.
Die Alte hatte sich aber so sehr an das Mädchen mit den Schwefelhölzchen gewöhnt, dass sie sie für immer aufnahm und sie wie ein Enkelkind behandelte.

(Oliver Jovanovic, 1e)

 

Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern
Von Hans Christian Andersen mit einem neuen Ende von Paula Molva, 1e

Es war ganz grausam kalt; es schneite und es begann, dunkler Abend zu werden; es war auch der letzte Abend im Jahre, Silvesterabend. In dieser Kälte und in diesem Dunkel ging auf der Straße ein kleines, armes Mädchen mit bloßem Kopf und nackten Füßen. Ja, sie hatte freilich Pantoffeln angehabt, als sie von zu Hause wegging, aber was konnte das helfen! Es waren sehr große Pantoffeln, ihre Mutter hatte sie zuletzt benützt, so groß waren sie, und die verlor die Kleine, als sie über die Straße eilte, weil zwei Wagen so schrecklich schnell vorbeifuhren. Der eine Pantoffel war nicht zu finden, und mit dem andern lief ein Junge davon. So trottete die Kleine mit eisigen Füßen die Straße entlang und überlegte, was sie nur tun sollte. Das Mädchen war schrecklich verzweifelt, denn es hatte den ganzen Tag über kein einziges Schwefelhölzchen verkauft und traute sich nicht nach Hause. Sein Vater würde furchtbar schimpfen, wenn es mit leeren Händen nach Hause käme.

Ein letztes Mal wollte sie ihr Glück noch auf dem Silvestermarkt neben der Kirche versuchen. So hockte die Kleine mit ihrem Beutel voller Streichhölzer inmitten der vielen Silvesterbuden, doch trotz der unzähligen Menschen, die hier versammelt waren, nahm niemand Notiz von ihr. Vollkommen entmutigt kauerte sich das Mädchen in eine Ecke neben der Kirche und begann bitterlich zu schluchzen. Sie hätte sich beinahe in den Schlaf geweint, als plötzlich eine leuchtende, glitzernde Gestalt vor ihr auftauchte. Es war eine wunderschöne, bezaubernde Frau, die das kleine Häufchen Elend mild anlächelte und fragte: „Warum weinst du denn so fürchterlich, mein Kind?“ Die Kleine berichtete der Fee von ihrem traurigen Schicksal und seufzte: „Ich weiß einfach keinen Ausweg mehr.“ „Ich verstehe wirklich nicht, warum niemand deine Schwefelhölzchen kaufen möchte, wo sie doch so schöne, helle, bunte Sterne in den Nachthimmel sprühen. Und heute ist doch Silvesterabend“, erwiderte die gutmütige Gestalt. Das Mädchen schaute ganz verdutzt, doch schließlich zog sie ein kleines Hölzchen aus ihrer Tasche und strich es an. „Ritsch!“, wie das zischte und knisterte und tatsächlich spritzte das winzige Schwefelhölzchen funkelnde Lichter in die finstere Nacht. Der farbenfrohe Funkenflug blieb nicht unentdeckt. Schon begannen die ersten Leute nach dem Ursprung dieses Feuerwerks zu suchen. In Windeseile bildete sich eine riesige Menschentraube um das arme Ding, und alle wollten die wundersamen Streichhölzchen kaufen. Die Kleine verkaufte und verkaufte, doch wie durch ein Wunder wurde ihr Beutel nicht leer. Bald hatte sie so viel Geld, dass die Taschen ihres zerschlissenen Kleides beinahe platzten. Mit den Münzen zog sie nun selbst los und kaufte einen großen Laib Brot, ein riesiges Stück Käse und ein fettes Stück Speck. Überglücklich wollte sich das Mädchen bei der guten Fee bedanken, doch die war auf sonderbare Weise verschwunden. Als sie jedoch zum Himmel blickte, blitzten drei Sterne hell auf, als ob sie ihr zuzwinkern wollten.

Frohen Mutes eilte die Kleine nach Hause zu ihren Eltern, die sie besorgt empfingen. Nachdem sie ihre märchenhafte Geschichte erzählt hatte, feierten sie ein Festmahl. Die Familie lebte glücklich und zufrieden und musste nie mehr Hunger leiden.

Ende

Die Schneekönigin… neues Ende

Es war einmal ein Spiegel aus Eis, der alles Schöne hässlich aussehen ließ und das Schlechte schön machte. Dieser Spiegel zerbrach und zersprang dabei in tausend kleine Stücke. Trafen diese Stücke ein Herz, wurde es kalt wie Eis, trafen sie Augen, sahen sie alles nur noch hässlich und böse. Den Waisenjungen Kay trafen zwei Splitter in Herz und Auge, als er im Sommer gerade mit seiner Freundin Gerda sprach. Auf einmal fing er an sie zu beleidigen.

Im Winter fuhr die wunderschöne Schneekönigin in ihrem brandneuen Lamborghini durch die Stadt und forderte Kay auf, mit ihr zu kommen. Wegen ihrer eisigen Schönheit konnte er nur zustimmen. Sie fuhren zum Flughafen und stiegen in einen funkelnden Privatjet ein. Der Jet flog zum Nordpol und die beiden gingen in den riesigen Palast der Königin. Dort verwandelte sie ihn in ein schreckliches Schneemann-Monster und sagte zu der gruseligen Bestie: „Vernichte Amerika und bring mir alles Wertvolle, was es dort gibt. Geh!“ – „Ja, meine Königin, sprach das grauenhafte Monster und flog los, um Unheil anzurichten.

Gerda reiste nichts ahnend nach Amerika. In der Stadt Washington DC gabelte Gerda Kay auf, als er gerade ein Auto zerstörte. Sie erkannte ihn an der goldenen Kette um seinen Hals. Gerda sagte fröhlich zu ihm: „Hallo, Kay. Steig ein, wir machen eine Spritztour.“ Als sie herumfuhren, schaltete Gerda heimlich die Sitzheizung ein und Kay wurde wieder ein echter Mensch. Die eisigen Splitter verschwanden auch und Kay sagte zu ihr: „Fahr bitte zum Hofer und dann fliegen wir zum Nordpol.“ Beim gigantischen Palast der Schneekönigin nahm er das soeben gekaufte Feuerzeug und schmolz die schreckliche Königin. So endete die Herrschaft der Schneekönigin.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

(Valerian Stola, 1e)

 

Neues Ende schreiben…

Es war einmal ein Spiegel aus Eis, der alles Schöne hässlich aussehen ließ und das Schlechte schön machte. Dieser Spiegel zerbrach und zersprang dabei in tausend kleine Stücke. Trafen diese Stücke ein Herz, wurde es kalt wie Eis, trafen sie Augen, sahen sie alles nur noch hässlich und Böse. Den Waisenjungen Kay trafen zwei Splitter …

Neues Ende

… deshalb wurde er von Grund auf Böse. Kay beleidigte alles und jeden, auch dann, wenn man versuchte, ihm zu helfen. So wurde er mit der Zeit von allen abgelehnt, und er lehnte auch alle anderen ab. Kay zog in die Wildnis, und übernachtete jeden Tag woanders. So musste er sich selbst versorgen, und lernte, alleine zu jagen. Da er in einer kalten, rauen Gegend wohnte, wusste er auch bald, wie man gegen Wölfe oder Bären kämpfte. Um zu überleben, baute er eine Höhle aus, die immer größer und komfortabler wurde, bis sie so groß war, dass er genug Platz für 30 Kinder gehabt hätte, aber er benutzte sie nur zum Wohnen und um Lebensmittel zu lagern. Als eines Tages, es wehte ein schrecklicher Schneesturm in seinem Heimatdorf, ein Mensch, der von weit, weit herkam im Dorf landete und überall laut verkündete, dass Krieg herrsche und jeder, der kämpfen konnte, ob jung oder alt, das war egal, musste sich zum Königshof begeben. Als Kay das hörte, er hatte seine Mittel und Wege, alles zu erfahren, was irgendwo passierte, war er alles andere als begeistert. Aber auch er musste sich dem Gesetz beugen, und so marschierte er zu Fuß 30000 Meter. Er bekam (in seinen Augen) schäbige Waffen und Rüstungen. Doch er besiegte viele Gegner, und einer, der wusste, wenn jemand unter dem Einfluss des Spiegels stand, verriet ihm, dass die Wirkung des Spiegels nur so lange anhält, wie man glaubt, darunter zu stehen. Nach dem Krieg, der siegreich endete, war Kay ein anderer Mensch geworden. Er kümmerte sich um jeden, der Hilfe brauchte, und stellte seine Höhle Waisen zur Verfügung.

(Max Taferner, 1e)

 

Arbeitsauftrag KW 20 - Märchen

Es war einmal ein armer Ritter namens Georg, der gerade in einem Gasthaus Bier trank. Er war müde und sein Magen knurrte. Da sah er auf einmal ein Plakat, auf dem stand, dass derjenige, der es schaffe 3 Aufgaben zu lösen, die Prinzessin zur Frau bekomme. Der Ritter dachte sich, dass er nichts zu verlieren habe und ging los.

Der König und die Prinzessin erwarteten ihn bereits. Da sagte der König: „Es sind zwar nur 3 Aufgaben, aber die haben es in sich und ich hoffe, du weißt, worauf du dich da einlässt!“ Da antwortete der Ritter: „Die Konsequenzen will ich gar nicht erst hören, sagen Sie mir lieber, was ich tun soll!“ Da sagte der König: „Erstens musst du die Prinzessin zum Lachen bringen. Zweitens musst du die Mäuse aus dem Land vertreiben. Und drittens musst du einen Drachen bezwingen.“

Georg nahm sein Schwert und machte sich auf den Weg zum Drachen. Dabei kam er am Haus einer Hexe vorbei. Durch eine kleine List stahl er einen Zaubertrank von ihr. Als er beim Drachen ankam, schlief dieser gerade und so konnte er ihm mit Leichtichgeit den Trank einflößen. Daraufhin füllte sich der Drache mit Luft und stieg in die Höhe, dabei wechselte er auch noch pausenlos seine Farbe. Als der Drache beim Schloss vorbeiflog, schaute die Prinzessin gerade gelangweilt durch ihr Fenster. Der Anblick war so lustig, dass sie gar nicht mehr aufhören konnte zu lachen. Der böse Drache verschwand und wurde nie wieder gesehen. Damit hatte der Ritter also gleich zwei Aufgaben erfüllt.

Georg besaß zufällig einen sprechenden Kater. Den schickte er los zu den Mäusen, aber anstatt sie zu fressen, begann der Kater den Mäusen seine Lebensgeschichte zu erzählen. Das war so langweilig, dass die Mäuse ihre sieben Sachen packten und fluchtartig das Land verließen, bloß um nie wieder diesen Kater reden zu hören.

So hatte der Ritter schließlich alle drei Aufgaben erfüllt und bekam die Prinzessin zur Frau. Georg wurde dann später ein guter König. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute!

(Alexander Kodnar 1E)

 

Die Geschichte vom Kind, das Corona besiegte

Es war einmal, da kam plötzlich von einem nicht entfernten Land, ein Virus. Es hieß „Coronavirus“. Corona bedeutet auf Latein „Krone“. Wie jeder, der sich eine Krone auf den Kopf setzt, wollte es über die ganze Welt herrschen. Es besaß keine Füße, aber das war kein Problem. Es konnte von Mensch zu Mensch springen und sich so weiter bewegen. Denn die Füße der Menschen waren seine Füße. Die Großen im Lande wollten das Virus bekämpfen, aber sie konnten ihm nichts antun. Es war zu klein!
Auch wenn das Coronavirus keine Füße hatte, konnte es von Mensch zu Mensch springen und weiter marschieren. Dann sagte ein Kind: „Wenn das Coronavirus keine Füße hat und es nur die Füße der Menschen verwenden kann, um weiter zu gehen, dann können wir es doch einfach besiegen, wenn wir dem Coronavirus unsere Füße nicht zur Verfügung stellen und wenn wir alle zu Hause bleiben und nicht mehr hinaus gehen und andere Leute treffen.“ Alle folgten dem Rat des Kindes und blieben daheim. So haben sie es gemeinsam geschafft und miteinander das Coronavirus besiegt. Und alle lebten wieder glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende in vielen, vielen Jahren.

(Marie Fossek, 4C)

 

Der listige Kater im Land voller Mäuse

Es war einmal ein wunderschönes Königreich, in dem ein König mit seiner Frau und seiner Tochter lebte. Doch die Menschen im Lande mussten großen Hunger leiden, denn ein böser Drache, der in den Bergen hauste, verbrannte immer wieder die Felder, sodass ein Großteil der Ernte verloren ging. Sie hatten wohl noch Vorräte, doch an denen machte sich ein Heer von Mäusen zu schaffen. Die Lage war so ausweglos, dass der König völlig verzweifelt und die Prinzessin so unendlich traurig war, dass sie nicht mehr lachen konnte.

Schließlich rief seine Majestät alle Ritter und Edelmänner auf, um 3 Aufgaben zu lösen. Sie sollten den Drachen besiegen, die Mäuse vertreiben und die Prinzessin wieder zum Lachen bringen. Derjenige, der das zu Stande brächte, sollte die Prinzessin zur Frau bekommen. Am ersten Tage meldete sich ein stolzer Ritter, doch noch bevor die Sonne unterging, wurde er vom Drachen gefressen. Am nächsten Morgen versuchte ein reicher Edelmann sein Glück, doch ihm spielten die Mäuse übel mit. Die kleinen Nager fraßen seine teuren Gewänder, sodass er vor lauter Scham aus dem Königreich floh. Am dritten Tage aber trat ein armer Bauer mit seinem Kater vor den König und sprach: „Ich werde dein Land vor der Hungersnot retten. Gib mir drei Tage Zeit, dann will ich deine Tochter zur Frau nehmen.“ Der Herrscher belächelte die armselige Gestalt, doch schließlich ließ er den Mann gewähren. Was der König aber nicht wusste, war, dass der Bauer einen besonderen Freund an seiner Seite hatte, einen sprechenden Kater. Der listige Vierbeiner machte sich sofort ans Werk und versammelte alle Mäuse zu einer Besprechung. „Liebe Mäuse, wir haben ein gemeinsames Ziel! Die Getreideernte muss gerettet werden und dazu müssen wir den Drachen besiegen!“, rief er in die Menge. Sofort meldete sich der Mäuse-General mit einem waghalsigen Plan zu Wort. In der folgenden Nacht brach das Mäuse-Heer auf zur Drachenhöhle. Dort angekommen machten sich die fleißigen Nager sofort an die Arbeit. Sie kletterten auf den schlafenden Riesen und fraßen in Windeseile unzählige Löcher in seine mächtigen Flügel. Nun brauchten sie nur noch zu warten, bis der Morgen anbrach und der Drache sich auf Beutesuche machte. Mit den ersten Sonnenstrahlen breitete das Ungeheuer seine Schwingen aus und stürzte sich, wie gewohnt, den Abhang hinunter. Doch anstatt elegant davon zu segeln, trudelte der Drache mit fürchterlichem Geheul in die Tiefe und blieb leblos in einer finsteren Schlucht liegen. Die Mäuse jubelten, das Ungetüm war besiegt. Zur Belohnung verriet der Kater ihnen den Weg ins Land ihrer Träume, wo endlose Getreidefelder warteten und niemand sie jagen würde. Sogleich zog die siegreiche Schar los und ward nie mehr im Königreich gesehen. Jetzt blieb nur noch eine Aufgabe übrig. Doch auch dafür hatte die sprechende Katze einen Plan und sprach zum Bauern: „Mein lieber Herr, um den letzten Auftrag zu erfüllen, müsst ihr der Prinzessin einen Freund fürs Leben schenken.“ Darauf packte dieser seinen treuen Kater in ein weiches Körbchen, und machte sich auf den Weg zum Schloss. Die Königsfamilie, die schon von seinen Erfolgen erfahren hatte, erwartete den Helden bereits vor den Toren des Palastes. Der Bauer überreichte der Königstochter sein Geschenk und der Kater schmiegte sich sogleich an das junge Fräulein. Die Augen der Prinzessin begannen zu leuchten und auf ihrem Gesicht machte sich ein strahlendes Lächeln breit.

Der gesamte Königshof jubelte vor Freude und schon bald wurde Hochzeit gefeiert. Der listige Kater hatte nun zwei Freunde fürs Leben. Alle waren glücklich und zufrieden und mussten nie mehr Hunger leiden.

Ende

Paula Molva, 1E

 

Olivers Märchen

Es war einmal ein König. Er lebte mit seiner Tochter, der Prinzessin, zusammen in einem prächtigen Palast. Die junge Dame war so wunderschön, dass viele junge, würdige Burschen um ihre Hand anhielten.
Doch die Königstochter verschmähte sie alle.
Dem König gefiel dieser Widerwille gar nicht und er sprach zu seiner Tochter: "Du hast schon so viele prächtige Prinzen und edle Burschen abgelehnt. Du musst dich endlich fügen, es wird langsam Zeit zu heiraten." Da rief die Prinzessin: "Ich will mit einem Mann zusammen sein, der mutig und furchtlos ist! Nur dann werde ich mich vermählen!" "So jemanden sollst du haben. Der Mann, der deiner würdig ist, muss die Mäuse aus unserem Land vertreiben, dich zum Lachen bringen und den furchteinflößenden Drachen aus der Höhle vertreiben - ohne Scheu oder Angst", verkündete der König. Der Königstochter gefiel der Vorschlag und sie willigte ein.

Viele versuchten es, doch sie scheiterten kläglich schon an der ersten Aufgabe.

Eines schönen Tages streifte ein Kater durch das Land, hörte von den Aufgaben und beschloss, sein Glück zu versuchen.
Er traf im Palast ein und eröffnete dem König frech, er könne diese Aufgaben meistern. Der König jedoch entgegnete dem Vierbeiner: "Ein Kater will um die Hand meiner Tochter anhalten und behauptet, er vermag alle Aufgaben zu lösen? Ha! Das glaube ich erst, wenn er es beweist."

Und so machte sich der pelzige Geselle auf, um die Aufgaben zu erledigen.
Zuerst ging der Kater zum großen Brunnen, der die Stadtmitte darstellte. Dort befanden sich erwartungsgemäß die meisten Mäuse.
Er zog einen Streifen Speck hervor und legte diesen auf den Boden.
Da kamen auch schon die Mäuse angerannt und wollten den Speck fressen. Der Kater aber warf blitzschnell ein feinmaschiges Netz über sie alle und jagte ihnen mit einem scharfen Fauchen und mit ausgefahrenen Krallen einen derart großen Schrecken ein, dass die Nager sich zusammenrotteten und zitterten.
In diesem Zustand war es ganz leicht für den Kater, sie gesammelt in einen großen Sack zu schieben. Dann knallte er das Gebinde noch mehrmals heftig auf den Boden, damit die Tiere ohnmächtig würden. Sonst wäre ihnen am Ende auch noch eingefallen, sich durch den Sack zu knabbern!

Nachdem er die Mäuse also gefangen hatte, brachte er sie vor die Palasttür.
Damit war die erste Aufgabe erfüllt.

Als zweite Aufgabe musste der sprechende Kater die Prinzessin zum Lachen bringen. Der Vierbeiner war darauf vorbereitet.
Er wusste, dass die Königstochter sich gern auf Kosten anderer amüsierte. So fädelte er geschickt einen Witz ein, der davon handelte, wie jemand anderer einen Schaden erlitten hatte.
Spontan lachte die Prinzessin schadenfroh und hielt sich den Bauch. Keine Sekunde später aber hielt sie sich die Hand vor den Mund, denn sie hatte sich eigentlich vorgenommen, nicht zu lachen.
So hatte der Kater auch die zweite Aufgabe mit Bravour gelöst.

Die letzte und schwierigste Aufgabe war die dritte. Doch der kluge Kater hatte auch hierfür ein Ass im Ärmel. Er würde auch den Drachen in die Knie zwingen.
Die Drachenhöhle war nicht schwer ausfindig zu machen. Der Kater erklomm den Pfad zur Drachenhöhle und weckte das schlafende Ungeheuer auf. Der schuppige Geselle sprach: "Oh. Wer ist denn das? Ein leckerer Imbiss."

Der Kater sprach gelassen: "Du willst mich fressen? Dann wirst du aber auch nie erfahren, wo der große Schatz ist." "Welcher Schatz?", fragte der Drache plötzlich sehr interessiert und begierig.
"Ich will dich gerne zum Schatz hinführen. Im Gegenzug aber wirst du mich nicht fressen", erwiderte der Kater. "Was will ich mit einem Fellknäuel, wenn ich Gold und Edelsteine bekommen kann?", sprach der Drache mit gierigen Augen. "Also bist du einverstanden?", fragte der Kater.
Das geschuppte Untier bestätigte: "Natürlich. Führe mich nur bald zum Schatz, sonst könnte ich meine Meinung ändern!"

Der Vierbeiner kletterte auf den Drachenrücken.
Doch er führte das geflügelte Monster nicht zu einem Schatz, sondern vor des Königs Schloss.
Der Königsthron bestand aus purem Gold, was dem Drachen sicherlich gefallen würde, so hatte der gerissene Kater gedacht.

Der König war inzwischen bereits aus dem Schloss geflüchtet, denn der Drache war schon von Weitem am Himmel entdeckt worden.
Aber die Prinzessin war noch zurückgeblieben.

Der Kater trat ihr entgegen und schien seine Belohnung einfordern zu wollen. Schließlich hatte er den Drachen aus dessen Höhle vertrieben, nicht wahr?

"Aber dafür hast du ihn hierher gebracht!", rief die Prinzessin alles andere als erfreut, "willst du dafür auch noch eine Belohnung haben? Auf den Galgen gehörst du, räudiger Straßenkater!"

Der Kater lehnte sich gelassen gegen den Türrahmen der Schatzkammer, wo der Drache bereits ein Genussbad nahm, und entgegnete der Prinzessin frech: "Dich schadenfrohes Frauenzimmer will ich wahrlich nicht. Dieses Land hat es nicht anders verdient."

Während das Untier das Schloss zur Gänze einnahm und ausflog, um das Königreich zu plündern, ging der Kater wieder zur Drachenhöhle zurück, um ein bisschen vom Drachengold zu klauen, das der Geschuppte inzwischen schon angesammelt hatte.

Der pelzige Geselle hatte nun Geld in der Tasche und dazu noch ein Abenteuer bestritten.
Dies aber war ihm nicht genug, und er suchte immer weiter nach neuen Herausforderungen.
Und wenn er nicht gestorben ist, dann streicht er noch heute durch die Länder.

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