ProjektXchange – Begegnung mit jungen Menschen aus Syrien

Vor ein paar Tagen bekam die 5D im Rahmen des Geschichteunterrichtes Besuch von Aboud und Walid, Herkunftsland Syrien. Sie sind zwei von ca. 300 freiwilligen Botschaftern aus 88 verschiedenen Nationen, die im Rahmen dieses Projektes des Österreichischen Roten Kreuzes, seit 2012 SchülerInnen besuchen, um ihre Kultur vorzustellen und mit diesen persönlichen Begegnungen dabei helfen wollen, Vorurteile abzubauen.

Sie erzählten von ihren Heimatstädten, sprachen über die lange Kulturgeschichte Syriens, die Museen und Universitäten, spielten uns syrische Musik vor und kamen dann zum Krieg, zu den Zerstörungen und zur sehr persönlichen Fluchtgeschichte - und wie Wien ihre Wahlheimat wurde.

Viele waren überrascht, dass es in Syrien auch regelmäßig schneit – und zwar in den Bergen an der Grenze zum Libanon, eine Gegend, in die viele Syrer früher im Sommer auf Urlaub fuhren, vor dem Krieg. Auf der libanesischen Seite wird auch skigefahren.

Eine kurze Anmerkung ad Libanon: Kein Land hat - gemessen an der Gesamtzahl seiner Bevölkerung - mehr syrische Flüchtlinge aufgenommen als der Libanon. Neben vier Millionen Libanesen leben derzeit etwa 1,5 Millionen Syrer auf einer Fläche etwa so groß wie Oberösterreich.

Walid hatte vor und zu Beginn des Krieges Rechtswissenschaften studiert in Damaskus – und macht jetzt ein sechsmonatiges Praktikum beim Roten Kreuz.

Aboud wurde in Deir ez Zour geboren, einer Stadt im Osten Syriens am Euphrat. Da Aboud sehr gute Noten hatte, begann er 2011 petrochemische Ingenieurswissenschaften zu studieren, und dann noch Anglistik. Bis er fliehen musste.

Danke für das Teilen eurer Geschichte, es waren sehr spannende zwei Stunden.

5D + Mag. Romana Raberger

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