Kooperativer Unterricht: Ethik und Religion im Dialog
Am 18. und 20. Mai 2026 fand für die Klasse 5AD ein gemeinsamer kooperativer Unterricht der Ethik & Religion (RISL) statt. Im Mittelpunkt stand das aktuelle und gesellschaftlich hochrelevante Thema „Staat und Religion – Trennung oder Kooperation? Wie viel Platz hat Religion in der Schule?“
In einer offenen und respektvollen Gesprächsatmosphäre setzten sich die Schüler:innen mit zahlreichen Fragen rund um Religion, Demokratie, Freiheit und Zusammenleben auseinander. Dabei wurde deutlich, wie vielfältig die Meinungen und Perspektiven innerhalb einer modernen, multireligiösen Gesellschaft sind.
Gemeinsam diskutierten die Jugendlichen unter anderem darüber, ob Religion Privatsache sein sollte oder sichtbar im öffentlichen Leben vorkommen darf, welche Bedeutung religiöse Symbole im Schulalltag haben und wie Neutralität in einem demokratischen Staat verstanden werden kann. Auch Fragen zur Religionsfreiheit, zum Einfluss von Religion auf Politik und Gesetze sowie zum Umgang mit unterschiedlichen religiösen Traditionen in Österreich standen im Mittelpunkt.
Besonders spannend war der Austausch über konkrete Alltagssituationen: Sollten Kreuze im Klassenzimmer hängen? Dürfen Lehrer:innen religiöse Symbole tragen? Braucht es Gebetsräume in Schulen? Wie viel Rücksicht sollen Schulen auf religiöse Vorschriften nehmen? Die Schüler:innen argumentierten engagiert, hörten einander aufmerksam zu und lernten, unterschiedliche Standpunkte sachlich zu vertreten und zu respektieren.
Im Anschluss an die Diskussionen beantworteten die Schüler:innen verschiedene Abstimmungsfragen zu Religion, Schule und Demokratie. Die Ergebnisse zeigten, dass viele Jugendliche die Trennung von Staat und Religion als wichtig für eine demokratische Gesellschaft ansehen, gleichzeitig aber auch Offenheit und Toleranz gegenüber religiöser Vielfalt befürworten.
Der gemeinsame Unterricht bot nicht nur Raum für kritisches Denken, sondern stärkte auch Dialogfähigkeit, gegenseitigen Respekt und demokratische Werte. Die Kooperation zwischen Ethik- und Religionsunterricht machte deutlich, dass beide Fächer wichtige Beiträge zur Persönlichkeitsbildung leisten und gemeinsam helfen können, zentrale Fragen des Zusammenlebens in einer pluralistischen Gesellschaft zu reflektieren.
Ein gelungener Austausch, der gezeigt hat: Schule ist ein Ort des Dialogs, der Vielfalt und des gemeinsamen Nachdenkens über unsere Gesellschaft.
Prof. Christine Gröblinger
Prof. Driss Tabaalite







